Theorien der Eugenik bzw. der nationalsozialistischen „Rassenhygiene“ prägten viele Verfolgungsprogramme in der NS-Zeit. Auch Kirche und Diakonie waren darin involviert.
Wie haben sich die evangelischen Kirchen mit dem Thema „Eugenik“ auseinandergesetzt? Welche Rolle spielten sie bei den Krankenmorden in der Zeit des Nationalsozialismus? Diese Fragen bilden den Schwerpunkt der Tagung zum Thema „Kirche und Eugenik“. Neue Erkenntnisse aufgreifend, die auf bisher unerschlossenem Aktenmaterial beruhen, soll das damalige Geschehen rekonstruiert und aus heutiger Perspektive politisch wie ethisch bewertet werden.
Zugleich werden die lange Geschichte eugenischen Denkens in den Blick genommen sowie neue eugenische Ansätze im 21. Jahrhundert bis hin zum „Transhumanismus“ vorgestellt und diskutiert. So zeigt sich: Das Thema ist nicht abgeschlossen. Es hat ethische Bedeutung auch für die Gegenwart.